Archiv für September, 2007

30. 09. 2007

NDM Marathon in Bremen

Der Marathon in Bremen ist gleichzeitig dieses Jahr Norddeutsche Marathonmeisterschaft. Bei meinem dritten Start bei diesem Marathon hintereinander (in den Jahren davor wurde ich jeweils 4., letztes Jahr damit sogar Niedersachsenmeister) hoffe ich natürlich schon wegen des wohl letzten Starts für meinen alten Verein, der LG Göttingen, auf einen Podestplatz oder sogar um einen Meisterschaftstitel. Die Voranmeldungen lassen zumindest vom Namen her keine grossartigen Stars erwarten. In Bremen hat man 2007 auch darauf verzichtet, “echte” Stars einzuladen, was dem Lauf einen eigenen, ehrlichen Charakter verleiht. Ich quartiere mich, wie letztes Jahr, wieder bei meinem ehemaligen Mannschaftskameraden und Freund Ingo Müller ein. Ingo wohnt inzwischen in unmittelbarer Nähe des Starts und mit seiner Freundin zusammen in einer netten Wohnung. Er wird am selben Tag wie ich beim 10km-Lauf teilnehmen. Dieses Jahr möchte ich den Luxus der Selbstverpflegung nutzen und lasse drei Pullen Isogetränk an km 20, 30 und 35 platzieren. Mein Training hat dieses Jahr, wie die letzten Jahre, wieder mein ehemaliger Vereinskamerad Sascha Dessi geplant. Die Ergebnisse der letzten Wettkämpfe sind gut, die Form ansteigend. Die äusseren Bedingungen scheinen also optimal. Es gelingt mir sogar erstmalig vor einem Marathon durchzuschlafen. Am Wettkampfmorgen klappt ebenfalls alles wie am Schnürchen. Das Wetter mutet wechselhaft an, es sind an diesem Morgen ca. 10-12 Grad, also auch optimale äusere Bedingungen. Um 9:20 fällt der Startschuss und ich lasse zunächst einige Läufer an mir vorbeipassieren. Ich laufe den Grossteil des Rennens mit Jens Stepan, den ich bei den Bremer Marathons davor kennengelernt hatte. Wir streben eine Zeit unter 2:40h an. Jens ist wie Ingo beim Marathonclub Bremen. Das Rennen verläuft einigermassen planmässig, wenngleich wir einige der Läufer, die uns anfangs noch überholt hatten, noch nicht einholen konnten. Das Wetter bleibt bewölkt, aber trocken und wir passieren die Hälfte bei gut 1:20h. Also alles noch im Plan, sofern wir die zweite Hälfte ebenso schnell laufen können. Während der ersten Hälfte habe ich hie und da das Gefühl, dass mir das Tempo zu schnell ist. Trotzdem halte ich mit oder besser: dagegen. Einen ersten Einbruch erhalten wir bei ca. km 30. Hier werden die gemessenen km-Zwischenzeiten deutlich schlechter und unser Unternehmen 2:40h scheint in Gefahr zu sein. Rund um den Einlauf ins Weserstadions kommen die m.E. entscheidenden Stellen des Rennens. Hier wirds unglaublich schwer, obwohl sehr viele nette Zuschauer uns zujubeln. Nach dem Weserstadion gehts auf die Strasse – Kopfsteinpflaster. Die Füsse brennen schon vom Lauf und nun noch dieser Untergrund. Das ganze wird an dieser Stelle, wie in den letzten Jahren, zur Kopfsache. Ich muss mindestens einmal mit Krämpfen stehenbleiben. Die km-Zwischenzeiten beachte ich schon gar nicht mehr. Trotzdem reisse ich mich zusammen und schliesse wieder zu Jens auf. Beim letzten “echten” Verpflegungspunkt erhalte ich nochmal einen Iso-Pack, der mich wahrscheinlich vor der physischen Aufgabe rettet. Inzwischen sind schon seit einiger Zeit Ingo und Jens’ Trainer mit dem Rad bei uns und unterstützen uns ein wenig physisch. Uns wird zugerufen, dass hinter uns weiterer Athlet aus Magdeburg näher kommt. Da ich keine Ahnung habe, wer noch alles vor mir ist, versuche ich wenigstens diesen Angriff abzuwehren. Das gelingt mir leider nicht mehr ganz: Der Magdeburger überholt mich leider auf dem letzten Kilometer. Es geht allmählich zum Ziel und man hört schon von weitem den Zuschauerpulk am AWD-Dome. Ich schaue auf die Uhr und stelle fest, dass eine 2:40er Zeit auf jeden Fall noch möglich ist. Allerdings sind keine Tempoverschärfungen mehr möglich. Die Beine laufen einfach, schmerzen, genau wie die Füsse. Aber irgendwie gehts. In netto 2:40:21 h komme ich ins Ziel, als Sechster. Ich bin zufrieden mit der Zeit aber natürlich nicht mit der Platzierung. Vor mir sogar noch zwei weitere meiner Altersklasse. Das Unternehmen NDM ist gescheitert. :-(

NDM Marathon in Bremen 2007

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23. 09. 2007

Gummersbacher Stadtlauf 10km

Eine Woche vor meinem Marathon in Bremen sollte es nun nochmal einen Wettkampf über 10km geben. Allerdings nicht voll gelaufen, da ich Tags zuvor noch im Königsforst einen 2h-Lauf (>26km) im 4:30er-Schnitt absolvierte, der mir noch in den Beinen lag. Der Stadtlauf in Gummersbach ist ein sehr welliger Rundkurs rund um den Stadtkern in Gummersbach. Das Wetter war hervorragend und die Atmosphäre in der Innenstadt bombig. Viele bekannte, aber auch neue Athleten. Der Kurs musste viermal durchlaufen werden. Die ersten acht erhielten am Ende Siegprämien von 200 bis 50 EUR sowie Kuchengedecke. Altersklassensieger wurden ebenfalls geehrt. Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung. Ich ging die ersten Runden verhalten an, da ich wie gesagt noch die 26km vom Vortag in den Beinen spürte. Die Steigungen die mehrfach zu absolvieren waren, hatten es wirklich in sich. Meiner guten Renneinteilung ist es zu verdanken, dass ich später sogar noch einige Läufer einsammelte und als Gesamt-5. in 35:13,9 (diese Zeit ist bei der Strecke eher zu vernachlässigen) ins Ziel kam. Den Zielsprint verlor ich allerdings an meinen zukünftigen Vereinskameraden Udo Lieth.

Udo (Nr. 433) und ich beim Gummersbacher Stadtlauf

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15. 09. 2007

DM Straßenlauf 10km, Mannheim

Den Schwung der guten Ergebnisse der letzten Läufe wollte ich natürlich nach Mannheim zu den DM mitnehmen. Sicherlich brauche ich mir weder in meiner AK und schon gar nicht in der Hauptklasse über irgendwelche Platzierungen Sorgen machen. Aber das Feld ist sehr niveauvoll, die äußeren Bedingungen waren hervorragend und die Stimmung perfekt. Sollte ich unter die ersten 100 landen wäre das allerdings schon ein Erfolg. Ich peilte eine Zeit um die 33:30 min. an. Das wäre schon ein ordentlicher Sprung, wo ich doch gut 2,5 Wochen zuvor noch über 34 min. gelaufen war. Aber ich fühlte mich gut und auch das Training der letzten Wochen hatte ordentlich angeschlagen. Der Kurs geht durch die Innenstadt, die durch den Lauf zahlreicht mit Zuschauern gefüllt war. Es handelte sich um einen Rundkurs mit Wendepunkt um einen Springbrunnen im Zentrum Mannheims. Gelaufen wurden 4 Runden. Ich wollte etwas verhalten angehen, um nicht nach hinten raus einzugehen. Aber schon die ersten km waren recht schnell, wenngleich nicht übermässig schnell für mich. Nach gut 2,5km war ich perfekt in meiner Zeit. Die zweite Runde geriet leider aus unerklärlichen Gründen etwas langsamer, so dass ich in der dritten versuchte, diesen Rückstand aufzuholen. In der vierten Runde hatte ich glücklicherweise auch noch ausreichend Kraft, um einige Läufer einzusammeln, was durchaus psychisch vorteilhaft ist. Mit einer 33:34 min. erlangte ich Platz 106 und hatte mein Wunschziel nur knapp verfehlt. Dennoch verspürte ich im Ziel noch Kraft und mir war klar, dass heute mehr drin war. Auf jeden Fall eine Zeit unter 33:30 min. Es lag wieder mal nur an mir. Trotzdem wies meine Tendenz nach oben und die Hoffnung auf eine gute Zeit beim Marathon wuchs.

Bei den DM in Mannheim in einem starken Feld.

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01. 09. 2007

Gummersbacher Talsperrentriathlon-Staffel

Der Talsperrentriathlon in Gummersbach ist inzwischen ein Highlight in der Region Oberberg. Start und Ziel sind im Strandbad Bruch an der Aggertalsperre. Ich hatte mich im Vorfeld im Rahmen einer Firmenmannschaft für die Staffel als Läufer melden lassen. Insgesamt waren von unserer Firma fünf Mannschaften gemeldet, von denen vier das Ziel erreichten. Meine Mannschaft bestand aus den besten, die FERCHAU Engineering für den Triathlon zu bieten hatte: Eckehard Stöber als Schwimmer (früher Leistungsschwimmer und mit einer Zeit von knapp über 7 min. wahnsinnig schnell), Frank Lauff als Radfahrer (ich stellte Ihm meine Rennmaschine zur Verfügung) sowie meiner Person. Herr Ferchau lief selbst in einer anderen Gruppe mit und teilte mir im Vorfeld scherzhaft mit, dass ich abgemahnt werden würde, sollte ich ihn überholen. Die Laufstrecke ging zweimal um das Brucher Standbad, also einmal an der Zuschauermenge vorbei, die eine tolle Stimmung verbreitete. Unsere Firma hatte sogar einen Extrastand mit Verpflegung etc. aufgebaut und feuerte unsere Mannschaften zusätzlich an.
Für uns alle etwas überrachsend blieb meine Mannschaft mit 59:40,8 unter einer Stunde und wurde Gesamt-Dritte. Das bedeutete neben Medaillen auch den FERCHAU-Pokal als beste FERCHAU-Mannschaft, wenngleich die zweitplatzierte FERCHAU-Mannschaft dieses Jahr schneller war, als die schnellste letztes Jahr. Nach der interessanten Veranstaltung gings ein paar Meter weiter in eine Gaststätte, wo die FERCHAU Sommersause bei Elektrolytgetränken und gegrilltem stattfand. Eine gelungen Veranstaltung mit einem ordentlichen Ergebnis (und das nur zwei Tage nach meinem 10.000m-Lauf in Bergisch-Gladbach).

Nach der ersten von zwei Runden des 4,5km-Rundkurses rund um das Standbad Bruch.

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