Der Porsche 944
Der ab Frühjahr 1982 erhältliche 944 eroberte sich sehr schnell eine große Fan-Gemeinde – und das nicht ohne Grund. „Im Herzen des 944 befindet sich ein sensationell laufruhiger und zivilisierter Motor, dessen Wirtschaftlichkeit die Ölmogule Tränen vergießen lässt“, betonte die Zeitschrift Motor in einem Testbericht. Das Leichtmetall-4-Zylindertriebwerk mit DME (Digitale-Motor-Elektronik), elektronischer Einspritzung und Schubabschaltung bot wahrlich viele Qualitäten. „Ebenso eindrucksvoll wie die Laufkultur ist aber auch das Leistungsvermögen des großen Vierers“, hob das Fachblatt auto motor und sport hervor und meinte damit besonders das Durchzugsvermögen. Andere sahen es ähnlich. „Die Maschine ist eine von jener Sorte, die es vergibt, wenn man vor dem Überholen das Zurückschalten vergisst,“, lobte das britische Magazin Autocar angesichts des üppigen Drehmoments von 205 Nm bei 3000/min.
Ähnlich perfekt wie der Motor präsentierte sich die 2+2-sitzige Karosserie, die aerodynamisch sehr ausgefeilt war. In ihren bauchigen Kotflügeln wirkte die Serienbereifung allerdings ein wenig schmächtig, aber auf Wunsch waren Reifen der Größe 205/55 VR 16 und Leichtmetall-Fuchsfelgen erhältlich. Als weitere Option gab es übrigens ein herausnehmbares Dachteil.
Insgesamt gesehen verkörperte der 944 einen Sportwagen, mit dem es sich sehr entspannt sehr schnell fahren ließ. Die vom 924 und 928 her bekannte Transaxle-Bauweise hatte daran einen erheblichen Anteil, denn sie begünstigte ein gutmütiges Fahrverhalten. Davon konnte sich auch das Stuttgarter Rote Kreuz überzeugen, das einen zum Notarzt-Wagen umgerüsteten 944 von der Firma Porsche als Spende erhielt.